Clayborn – generative künstliche Intelligenz wird zur keramischen Materie
Clayborn entsteht aus dem Zusammenspiel von natürlicher Materie, digitaler Forschung und generativer künstlicher Intelligenz. Die 2023 vorgestellte Kollektion zählt zu den frühen industriellen Anwendungen von Generative Design bei der Entwicklung einer fertigen keramischen Oberfläche.
Ausgangspunkt des Projekts sind Tone und Gesteine aus dem Westerwald, die digitalisiert und als Grundlage für generative Modelle genutzt wurden, die neue Texturen erzeugen können – keine bloßen Nachbildungen der Natur, sondern eigenständige Interpretationen von Materie. Der gemeinsam mit Digital Design und AImageLab der Universität Modena und Reggio Emilia entwickelte Prozess verbindet algorithmische Generierung mit menschlicher gestalterischer Auswahl.
Das Ergebnis ist eine Oberfläche aus Feinsteinzeug, bei der künstliche Intelligenz direkt in das fertige Produkt einfließt und Daten, Bilder und Materie in eine neue keramische Sprache übersetzt.
Ergänzt wird diese Forschung durch Millerighe, die dreidimensionale Weiterentwicklung der Kollektion, geprägt von linearen Reliefs, die Licht, Schatten und Tiefe verstärken. Clayborn und Millerighe teilen dieselbe Farbpalette und lassen sich zu koordinierten, dynamischen und architektonischen Oberflächen kombinieren.